Vor vielen Millionen von Jahren waren unsere Vorfahren damit beschäftigt, Nahrung zu suchen und zu jagen,
Unterschlupf vor natürlichen Feinden oder extremen Wetterbedingungen zu finden
oder durch die Entdeckung des Feuers Wärme zum Überleben zu schaffen.
Dies war das Zeitalter der Jäger und Sammler.
Ihre Ernährung und ihre tägliche Bewegung – nennen wir es einfach ihr „Fitnessprogramm“ –
waren zielstrebig, notwendig und schlicht.
Gab es nichts zu essen, zogen die Krieger der Horde auf die Jagd.
Nach harten Kämpfen erlegten sie Mammuts oder andere Tiere, fingen Fische oder sammelten Beeren, Kräuter und Pflanzen.
Die Nahrung wurde in die Gemeinschaft gebracht, gemeinsam verzehrt und anschließend wurde geruht – bis der nächste Hunger kam.
Unsere Ur-Ur-Ur-Vorfahren ernährten sich von einer sogenannten Steinzeitkost:
Fleisch, Fisch, Gemüse, Obst und natürlichen Fetten.
Ich habe viele rekonstruierte Darstellungen unserer Vorfahren gesehen – keiner von ihnen war übergewichtig.
Was möchte ich damit zum Ausdruck bringen?
Diese Form der Ernährung und Bewegung wäre auch heute noch eine der besten Grundlagen für ein gesundes und leistungsfähiges Leben.
Mit der Zeit entdeckten unsere Ahnen den Ackerbau.
Gemüse, Getreide, Obst und Reis konnten angebaut und geerntet werden – Kohlenhydrate hielten Einzug in die Ernährung.
Unter den damaligen Lebensbedingungen stellten sie eine wertvolle Energiequelle dar.
Doch mit dem Feudalismus änderten sich die gesellschaftlichen Strukturen.
Es gab Könige, Fürsten und Herrscher – aber auch Krieger, Bauern und Sklaven. Während die hart arbeitende Bevölkerung die zusätzliche Energie benötigte, lebte die Oberschicht ohne körperliche Belastung im Überfluss.
Schon damals zeigte sich deutlich, welche Auswirkungen das Verhältnis von Kohlenhydraten, Fetten und Eiweiß
in Verbindung mit Bewegung – oder deren Fehlen – auf den Körper hatte.
Unsere Vorfahren hatten keine Wahl – dennoch lebten sie durch ihre Ernährung
und Bewegung im Einklang mit ihrem Körper.
In unserer modernen Gesellschaft haben die meisten Menschen diese Wahl.
Übergewicht und daraus resultierende Erkrankungen wie Diabetes,
Bluthochdruck, Adipositas oder koronare Herzerkrankungen
nehmen jedoch stetig zu – selbst bei Kindern.
Trainiere deine Geschmacksnerven – sie lassen sich zurücktrainieren.
Bewege dich mehr, kaufe bewusster ein
und nimm dir unsere ersten Vorfahren als Vorbild.
Denke auch daran, dass es Regionen auf dieser Welt gibt,
in denen Kinder täglich um ihr Überleben kämpfen.
Vielen Dank an alle, die sich die Zeit genommen haben, diesen Text zu lesen.